Neuland in Sicht! Uri eröffnete Ende Juni 05 die jüngsten Inseln der Schweiz. Das innovative, mehrjährige Natur- und Landschaftsprojekt der Seeschüttungen im Urnersee erreicht damit seinen eigentlichen Höhepunkt. Nach rund fünf Jahren erfolgreicher Schütttätigkeit mit Tunnelausbruchmaterial wurden am 24./25. Juni 2005 drei neue Badeinseln der Öffentlichkeit übergeben.
Die aus dem Wasser ragenden Oberflächen der drei Badeinseln betragen bei Normalwasserstand total 5000 Quadratmeter, entsprechen also der Grösse eines Fussballfelds. Damit sind
die bestehenden Naturschutzinseln rund 1 1/2 mal grösser als die Badeinseln. Die Oberflächen und die flachen, landseitigen Ufer der Badeinseln sind bis unter die Wasseroberfläche mit Sand abgedeckt. Für den Erosionsschutz sind die seeseitigen Ufer mit gröberem Material versehen. Vor den Inseln wurden zum Brechen der Wellen Riffs bzw. Wasseruntiefen geschüttet. Zwischen zwei Inseln liegt ein mit Felsblockstufen gesicherter Graben. Hier können sich die Inselbesucher von der Querung der Bucht erholen oder ins Wasser springen. Auf den Inseloberflächen liegen einige grosse, flache Steine, welche zum Verweilen einladen. Der grösste Block stammt aus
dem Gotthard-Basistunnel und steht als Symbol für die Materialherkunft. Es ist vogesehen, die Inseln in einem reduzierten Rahmen im Spätsommer zu bepflanzen. Je nach Materialeintrag der Reuss werden sich die Inseln und die natürlich durch die Reuss gebildeten Kiesbänke in den kommenden Jahrzehnten miteinander verbinden.