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Historischer Rundgang Göschenen


Auf einem historischen Rundgang durch Göschenen lebt im Rahmen des Kulturprojekts «Cantina Transalpina» die längst vergangene Zeit als Tunnelbau-Eldorado wieder auf. Von Juni bis September 2007 erinnern Geschichten aus der Bauzeit des ersten Gotthardtunnels vor 125 Jahren an die grossen Veränderungen und den Aufschwung.
Mit dem Gotthardtunnelbau von 1872-82 wird der bislang kaum beachtete Brückenort an der Reuss zur Zukunftsstadt Uris. Nebst Tunnelarbeitern versuchen auch Frauen ihr Glück im aufstrebenden Göschenen. Sie kommen in Begleitung ihrer Ehemänner oder Brüder, aber auch allein und suchen ein Auskommen als Händlerin, Wirtin, Dienstmädchen oder Kellnerin.

Anno 1880 wächst das 300 Seelendorf zur Gemeinde mit 3500 Einwohnern. Wohn- und Geschäftsbauten werden eigens neu errichtet. Wirtshäuser schiessen wie Pilze aus dem Boden, neue Läden mit einem bisher kaum bekannten Angebot werden eröffnet und mehrsprachige Schulen eingerichtet. Das internationale Miteinander löst im Dorf auch Verunsicherung hervor. Die Behörden reagieren mit neuen Reglementen: Gilt es doch, die Ordnung aufrecht zu erhalten.Der historische Dorfrundgang von Cantina Transalpina erzählt von den turbulenten Zeiten am Eingang zum Eisenbahntunnel.

Marktfahrerinnen, der Pfarrer, Wäscherinnen, italienische Tunnelarbeiter, Favres Tochter, Fremde und Einheimische: Sie alle lassen Göschenens Geschichte lebendig werden. Ausgehend vom Bahnhof führt er ab dem 2. Juni 2007 vorbei an bespielten Schaufenstern zu einer Mineursunterkunft und schliesslich auf den Dorfplatz. Dort wird wie zu Zeiten des Tunnelbaus Boccia gespielt, Wäsche gewaschen und Gemüse aller Arten angepflanzt.
Kontakt Informationen
Verkehrsverein Göschenen
6487 Göschenen
Tel. +41 (0)41 885 12 16
info@goeschenen.ch
www.goeschenen.ch

www.cantina-transalpina.ch


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